NATUR

Schutz und Regeneration der natürlichen Systeme, von denen Kaffee abhängt.

Die Natur ist die Grundlage jeder Tasse Kaffee. Gesunde Wälder, Artenvielfalt, ein stabiles Klima und fruchtbare Böden sind entscheidend dafür, dass Kaffee wachsen kann. Gleichzeitig geraten genau diese natürlichen Systeme zunehmend unter Druck. Die Herausforderungen unterscheiden sich je nach Ursprung, Landschaft und Lieferkette. Deshalb braucht es Lösungen, die auf die jeweiligen Bedingungen vor Ort zugeschnitten sind.
Für die NKG bedeutet das zunächst, die wichtigsten naturbezogenen Auswirkungen und Risiken besser zu verstehen, transparent zu machen und unsere Maßnahmen dort zu bündeln, wo sie am meisten bewirken können. Dafür verbinden wir fundierte Analysen mit praktischem Handeln, arbeiten eng mit Partnern zusammen und entwickeln unseren Umgang mit naturbezogenen Themen im gesamten Unternehmen kontinuierlich weiter.
Natur ist für uns kein Versprechen, sondern eine Verantwortung. Diese Verantwortung erfordert klare Prioritäten, messbare Maßnahmen und die Bereitschaft, unseren Ansatz weiterzuentwickeln, wenn sich unser Verständnis vertieft. Unsere Verpflichtungen zeigen, wie wir diese Verantwortung in konkrete Maßnahmen übersetzen und unsere Fortschritte transparent messbar machen.

NATUR

UNSERE ZIELE

Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Wälder

  • Bis 2028 Einführung von Bewertungen zur Entwaldung und zur biologischen Vielfalt in unseren direkten Lieferketten
  • Bis 2032 Maßnahmen in allen Hochrisikogebieten ergreifen, wobei Partnerschaften Vorrang haben

Erfolge
  • Über 400.000 Parzellen in Osapiens auf Entwaldung überprüft

Maßnahmen zur Emissionsreduzierung

  • Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 42 % bis Ende 2032
  • Reduzierung der Scope-3-Emissionen um 31 % bis Ende 2032 – ein Ziel, das pfadabhängig ist
Erfolge
  • Reduzierung der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 10 % seit 2022 bis 2024
  • Reduzierung der Scope-3-Emissionen um 9 % bis 2024 im Vergleich zu 2022

Klimaschutzplan

Die Folgen des Klimawandels wirken sich direkt auf die langfristige Stabilität von Kaffeelieferketten aus. Auch die NKG ist physischen Klimarisiken ausgesetzt, die Produktivität, Qualität und eine verlässliche Beschaffung in den Anbauregionen beeinflussen können. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung dafür, Treibhausgasemissionen in unseren eigenen Betrieben und – soweit möglich – entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren.

Unsere Klimastrategie verfolgt deshalb zwei zentrale Ziele: Wir wollen die Klimaresilienz entlang der Wertschöpfungskette stärken und zugleich unseren Beitrag zur Eindämmung des Klimawandels leisten. Dabei berücksichtigen wir, wie komplex landwirtschaftliche Lieferketten sind – und dass Maßnahmen nur dann wirksam sind, wenn sie zum jeweiligen Kontext passen und verhältnismäßig umgesetzt werden.

Umgesetzt wird diese Strategie über den NKG-Klimaschutzplan. Er wurde erstmals 2023 veröffentlicht und wird derzeit aktualisiert und weiterentwickelt. Der Plan schafft einen strukturierten Rahmen für unsere klimabezogenen Maßnahmen: Er verbindet Emissionsreduktion mit Anpassung an den Klimawandel und verknüpft Maßnahmen auf Unternehmensebene mit Ansätzen, die die Resilienz von Farmen und Herkunftsregionen stärken. Grundlage dafür sind unter anderem die Prioritäten unseres bisherigen Responsible Business Program sowie die Bewertung unseres gruppenweiten CO₂-Fußabdrucks mit dem Basisjahr 2022.

Die Erkenntnisse aus unseren Klimarisikobewertungen fließen in Anpassungsstrategien entlang der Kaffeewertschöpfungskette ein. Im Mittelpunkt stehen gute landwirtschaftliche Praktiken, ein effizienterer Umgang mit Ressourcen und die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern. So wollen wir die Widerstandsfähigkeit stärken und gleichzeitig unsere Ziele zur Emissionsminderung unterstützen. Besonders wichtig sind Maßnahmen, die die langfristige Produktivität und Umweltleistung auf Farmebene verbessern und dazu beitragen, physische Klimarisiken sowie Übergangsrisiken langfristig zu verringern.

Biodiversität & Ökosysteme

Kaffeefarmen sind Teil größerer, miteinander verbundener Ökosysteme. Bestäubung, gesunde Böden, ein ausgeglichener Wasserhaushalt und natürliche Klimapuffer sind entscheidend dafür, dass Kaffee langfristig angebaut werden kann. Werden diese Grundlagen geschwächt, nimmt auch die Produktionsfähigkeit der Kaffeesysteme mit der Zeit ab. Deshalb haben wir Biodiversität und gesunde Ökosysteme fest in unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie verankert – sowohl unter der Säule „Natur“ als auch unter „Resilienz“.

Unsere Arbeit für Biodiversität und Ökosysteme beginnt auf der Ebene der einzelnen Farm. Gemeinsam mit Produzentinnen und Produzenten fördern wir landwirtschaftliche Praktiken, die Kaffeesysteme schützen, regenerieren und widerstandsfähiger machen – ebenso wie die Ökosysteme, in die sie eingebettet sind. Ergänzend arbeiten wir mit Partnern in besonders risikoreichen oder ökologisch wertvollen Gebieten zusammen. So stellen wir sicher, dass unsere Biodiversitätsziele eng mit der Realität vor Ort verbunden bleiben.

Damit aus dieser strategischen Ausrichtung konkrete und skalierbare Maßnahmen werden, haben wir zunächst wichtige Grundlagen geschaffen. Dazu gehört eine strukturierte Bestandsaufnahme unserer bestehenden Aktivitäten zum Schutz von Wäldern und Ökosystemen in allen Anbaugebieten. Denn glaubwürdige Wirkung in größerem Maßstab braucht belastbare Daten, klare Entscheidungen und die Möglichkeit, Fortschritte konsequent zu beobachten und zu dokumentieren. Parallel dazu haben wir ein eigenes Rahmenwerk für regenerative Landwirtschaft und Ökosystemmaßnahmen entwickelt. Es bündelt unsere Grundsätze, fachlichen Leitlinien und eine gemeinsame Sprache für Produzentinnen und Produzenten, NKG-Teams vor Ort, Partner und weitere Stakeholder. Auf dieser Grundlage richten wir unseren Fokus noch klarer auf die Bereiche, in denen wir besonders wirksam sein können: Wir wollen unsere Farmer Services stärken, das Angebot für Schulungen ausbauen, regenerative Anbaumethoden fördern, Agroforstwirtschaft voranbringen und die Produktion von Setzlingen erweitern.