Lebensgrundlagen für Farmer

Tragfähige Lebensgrundlagen für Farmer fördern und Menschenrechte stärken.

Millionen von Bauernfamilien, Arbeitnehmern und Gemeinden sind an die Kaffeewertschöpfungskette angebunden, und ihre Fähigkeit, ihren Lebensunterhalt vernünftig zu bestreiten, ist für die Zukunft des Sektors von entscheidender Bedeutung.
Gleichzeitig sind Fragen rund um die Verbesserung der Lebensgrundlagen der Farmer komplex und werden von vielen Faktoren beeinflusst, die weit über Kaffee hinausgehen. Für die NKG beginnt die Unterstützung tragfähiger Lebensgrundlagen für Farmer deshalb damit, diese Realitäten besser zu verstehen, Menschenrechte zu achten und gemeinsam mit Partnern zu prüfen, wo wir sinnvoll beitragen können. Dazu stärken wir unsere menschenrechtliche Sorgfaltspflicht, vertiefen unser Verständnis von Einkommens- und Lebensgrundlagenlücken und unterstützen Initiativen, die Bauernfamilien helfen, widerstandsfähiger und wirtschaftlich tragfähiger zu werden. Uns ist bewusst, dass nachhaltige Lebensgrundlagen für Farmer nicht durch einzelne Maßnahmen entstehen. Sie erfordern langfristiges Engagement, Zusammenarbeit und die Bereitschaft, kontinuierlich dazuzulernen. Mit unserem Ansatz wollen wir zu einem Kaffeesektor beitragen, in dem Menschen mit Würde behandelt, Rechte geachtet und Bauernfamilien bessere Chancen auf eine tragfähige Zukunft eröffnet werden.

Lebensgrundlagen für Farmer

UNSERE ZIELE

Fortschritte bei unseren Menschenrechtsbemühungen

  • Bis Ende 2027 ein Managementsystem für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht in unseren Betrieben einrichten
  • Bis 2032 den Reifegrad unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht kontinuierlich vom Anfangsstadium auf ein mittleres Niveau weiterentwickeln
Erfolge
  • Menschenrechtsrisikobewertungen für alle Gruppengesellschaften durchgeführt
  • Gruppenrichtlinie zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht veröffentlicht

Lebensgrundlagen von Bauernfamilien verbessern

  • Bis 2027 Bewertungen zum existenzsichernden Einkommen in unseren integrierten Lieferketten einführen
  • Mit 300.000 Bauernfamilien zusammenarbeiten und ihnen Dienstleistungen anbieten, die zur Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen outlinebeitragen
Erfolge
  • 90.000 Produzentinnen und Produzenten in vier Ländern über NKG Bloom erreicht

Menschenrechte

Die Achtung der Menschenrechte ist ein zentraler Bestandteil verantwortungsvollen unternehmerischen Handelns und Ausdruck der Werte der NKG. Als globales Kaffeeunternehmen arbeiten wir mit Produzentinnen und Produzenten, Lieferanten, Geschäftspartnern, Mitarbeitenden, Arbeitskräften und lokalen Gemeinschaften auf der ganzen Welt zusammen. Dabei ist uns bewusst, dass unsere Geschäftstätigkeit eng mit Lebensgrundlagen, Arbeitsbedingungen und dem Wohlergehen vieler Menschen verbunden ist.
Um diesen Ansatz weiter zu stärken, hat die NKG im Jahr 2026 ein gruppenweites Rahmenwerk für menschenrechtliche Sorgfaltspflicht eingeführt. Im Mittelpunkt steht die NKG-Richtlinie zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht. Sie schafft einen gemeinsamen, risikobasierten Rahmen, um potenzielle und tatsächliche menschenrechtliche Auswirkungen in unseren Betrieben und Geschäftsbeziehungen zu identifizieren, zu bewerten, zu verhindern, zu mindern, zu überwachen und anzugehen. Das Rahmenwerk orientiert sich an international anerkannten Standards, wie den UN Guiding Principles on Business and Human Rights sowie der ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work.

Ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung des Rahmenwerks war die Menschenrechtsrisikobewertung, die die NKG im Jahr 2026 durchgeführt hat. Sie verband Sekundärrecherchen mit Einschätzungen von Fachleuten aus der gesamten Gruppe. So konnten die für die Geschäftstätigkeit und Lieferketten der NKG relevantesten Menschenrechtsrisiken identifiziert und priorisiert werden. Die Ergebnisse flossen sowohl in die Ausgestaltung des Rahmenwerks als auch in die Festlegung der vorrangigen Menschenrechtsthemen der NKG ein.

Menschenrechtliche Sorgfaltspflicht ist ein fortlaufender Prozess. Mit unserem Rahmenwerk wollen wir besser verstehen, wo Menschen Risiken ausgesetzt sein könnten, Präventionsmaßnahmen stärken, den Dialog mit Geschäftspartnern fördern, Zugang zu Beschwerdekanälen ermöglichen und unseren Ansatz kontinuierlich weiterentwickeln. Zusammengenommen tragen diese Maßnahmen dazu bei, verantwortungsvollere und widerstandsfähigere Kaffee-Lieferketten aufzubauen und die Achtung der Menschenrechte in unseren Geschäftsbeziehungen weiter zu verankern.

Existenzsicherndes Einkommen

Über NKG Bloom und NKG Verified wollen wir die Arbeit unserer Teams in den Kaffeeproduktionsländern weiter vertiefen und ausweiten. Ziel ist es, Bauernfamilien mit passenden Dienstleistungen dabei zu unterstützen, ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Dazu gehört, unsere Teams weiter zu professionalisieren, unser Dienstleistungsangebot zu schärfen und auszubauen und zusätzliche Produzentinnen und Produzenten einzubeziehen. Als ersten Schritt werden wir für jeden Ursprung, in dem die NKG tätig ist, eine Analyse der Lücke zum existenzsichernden Einkommen durchführen. Sie soll zeigen, welche Hebel die Lebensgrundlagen für Farmer verbessern können, und welche Hindernisse bestehen, die wir nicht oder nicht allein beseitigen können – etwa begrenzte Betriebsgrößen oder fehlende Einkommensalternativen außerhalb des Kaffees.

Die Fortschritte verfolgen wir über Umsetzungsberichte aus den Ursprüngen. Dazu zählen unter anderem die Anzahl der erfassten Regionen, die jährliche Aktualisierung der Bewertungsdaten und die Anwendung einer einheitlichen Methodik, die durch ein zentrales Bewertungsinstrument auf Gruppenebene unterstützt wird. Das Ziel bezieht sich auf die vorgelagerte Wertschöpfungskette und konzentriert sich auf Kaffeeproduzentinnen und -produzenten, die in die integrierten Lieferketten der NKG eingebunden sind.

Die Bewertungen sollen die Grundlage dafür schaffen, das Dienstleistungsangebot der NKG gezielt weiterzuentwickeln. Sie helfen dabei, die wichtigsten Ursachen von Einkommenslücken zu erkennen und zu klären, welche Faktoren die NKG direkt angehen kann, wo Partnerschaften notwendig sind und welche Einflussfaktoren außerhalb unseres direkten Handlungsspielraums liegen.

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